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November 2015
8. November 2015
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Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, aus wie vielen Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern ein menschlicher Körper besteht?

Ich, ehrlich gesagt, auch nicht bis zum jetzigen Zeitpunkt, aber ich war verblüfft, als ich gelesen habe, dass wir ca. 206 Knochen und ca. 656 Muskeln haben. Wahnsinn was alles in unserem Körper steckt oder? Wenn also etwas ausfällt oder beschädigt ist, haben wir ja noch ausreichend Ersatz da – so sollte man meinen.

Vor fast 3 Jahren durfte ich lernen, dass es eben nicht so ist, dass man einen Ausfall so leicht weg stecken kann. Während des Fußball Trainings gab es einen ungeschickten Kontakt mit einem Gegenspieler und dabei habe ich mir meinem Mittelfußknochen gebrochen. Es war nur der Mittelfußknochen vom kleinen Zeh, als relativ unbedeutend dachte ich zuerst. Aber die Zeit danach hat mir deutlich gemacht, dass es eben nicht nur den einen kleinen Knochen betrifft, sondern auch weitere Gelenke, Körperteile und Muskeln, weil diese den Ausfall auffangen mussten. Vor allem die Arme, die ja im Grunde gar nichts mit unseren Schritten zu tun haben, waren jetzt gefragt, da sie mich durch Krücken bewegen mussten.

Aber warum erzähle ich euch diese schöne Anekdote aus meinem Leben? Im 1. Korinther 12, 12-26 lesen wir, dass die Gemeinde Christi ein Leib ist, d.h. hier greift das gleiche Prinzip wie es bei mir gegriffen hat. Wenn eine Person der Gemeinde leidet, so leiden viele andere auch darunter und müssen dieser Person eine Stütze sein.

Jesus, der das Haupt der Gemeinde ist, hilft uns und befähigt uns, als Glieder am Leib, uns gegenseitig zu helfen. Jeder einzelne von uns trägt also zur Entwicklung unserer Gemeinde bei. Daher ist es schön zu sehen, dass wir in der Gemeinde einen so hohen Anteil an Mitarbeitern haben, die bereit sind, sich entsprechend Ihrer Fähigkeit einzubringen. Und ich freue mich über jeden weiteren „Muskel“ der Gemeinde, der noch wächst.

Ich hoffe dass wir als Gemeinde dieses Bild des Körpers vor uns haben und uns von Gott so gebrauchen lassen, dass dieser Leib zur Ehre Gottes lebt.

Konstantin Rau