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Juni 2017
26. Juni 2017
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„Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn“ (Röm 12,20)

Jeden Tag steht ein neuer „Skandal“ in den Schlagzeilen: An einem Tag hat sich ein Musiker politisch unkorrekt ausgedrückt. Am nächsten Tag kommt heraus, dass die Deutsche Bahn immer un-pünktlicher wird.

Es gibt auch auch Skandale, die weitaus schlimmer sind, an die man sich aber irgendwie gewöhnt hat. Denn in den Medien tau-chen sie gar nicht oder nur am Rande auf. Ein solcher fortwäh-render Skandal ist es, dass auf der Welt 795 Millionen Men-schen hungern, dass jedes Jahr acht Millionen Menschen ver-hungern und dass alle zehn Sekun-den ein Kind an den Folgen von Mangel- und Unterernährung stirbt. Was ist das doch eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit! Mo-mentan sind ver-schiedene Länder in Afrika, aber auch Haiti oder der Jemen am stärksten vom Hunger betroffen. Als in Haiti im Jahr 2010 ein katastrophales Erdbeben hunderttausende Tote zur Folge hatte, sah die ganz Welt auf dieses bitterarme Land. Inzwischen hat sich die Aufmerksamkeit woanders hin gewendet…

Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom, dass wir sogar unsere Feinde speisen sollen, wenn sie hungern. Um wie viel mehr ste-hen wir in der Verantwortung, wenn unschuldige Kinder hun-gern! Und um wie viel mehr steigt unsere Verantwortung, wenn wir uns klar machen, dass die wohlhabenden Länder an dem Hungerproblem nicht unschuldig sind.

Kann es wirklich sein, dass wir uns an diese Not gewöhnt ha-ben? Wir müssen uns klarmachen: Es müsste eigentlich nie-mand auf der Welt hungern. Es könnten alle Menschen ernährt werden. Wir sind also nicht machtlos gegenüber dem Hunger-elend! Lasst uns der biblischen Aufforderung in Röm. 12,20 o-der Jes. 58,7 nachkommen!

Thomas S.