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Juni 2016
5. Juni 2016
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Der HERR ist meine Stärke und mein Lied, und er wurde mir zum Heil! Exodus 15,2

Jeder Christ ein Liederdichter! So könnten wir den Vers von Mose auf uns heute übertragen. Oder ist das zu viel verlangt? Mose war zwar in den Wissenschaften Ägyptens ausgebildet worden, doch wir wissen nichts davon, das er auch das Studienfach „Songwriting“ (dt. Liederdichten) belegt hatte. Auf jeden Fall ist das „Lied Moses“ das einzige, das uns in der Bibel von ihm überliefert ist (im Gegensatz zur Produktivität Davids). Das hatte nichts mit der mangelnden Begabung von Mose, sondern mit der absolut außergewöhnlichen Situation zu tun: Das gesamte Volk Israel war gerade der sicheren Vernichtung durch die bis an die Zähne bewaffneten Truppen Pharaos entgangen. Die ganze Streitmacht Ägyptens war mit ihren berüchtigten Streitwagen im Meer versunken. Es gab keinen Feind mehr, der die Israeliten zurück in die Sklaverei gebracht hätte. Sie waren nun einfach frei. Gott hatte sich machtvoll als die Stärke im Kampf gegen den Feind erwiesen, auch wenn ihm das viele im Volk nicht zugetraut hatten. Sie waren heil an das andere Ufer gelangt, mitten durchs Meer! Er hatte ihnen wirklich Heil gebracht.

Wie froh sind wir um das Heil, das uns Jesus Christus, unser Heiland, gebracht hat? Auch wir dürfen dankbar an das Ufer auf der anderen Seite unseres Lebens blicken, dort, wo wir unter die Sünde versklavt und unter der Knute des Teufels gelebt haben. Auch uns hat sich Gott als der starke Sieger gezeigt, indem er die Macht des Todes besiegt hat. Wir dürfen nun frei ausgehen, beschenkt mit dem heiligen Geist. Wir müssen keine Angst mehr haben, denn die Macht des Teufels ist gebrochen.

Ist es das nicht wert, ein Loblied für unseren Gott anzustimmen? Zu Hause in unserer stillen Zeit mit Gott, in der Familie mit unseren Kindern, im Gespräch mit Arbeitskollegen, denen wir von dem erzählen, was uns wirklich froh und frei macht?

Nein, wir müssen keine Liederdichter sein, um Gott für das zu danken, was er für uns vollbracht hat. Wir müssen nur fröhlich unserem Herzen freien Lauf lassen. Nichts, keine Etikette, keine Scham vorm Versagen, keine irdische Schwermut sollte uns daran hindern, IHM unser Lied anzustimmen, jeder so, wie er es kann. In seinen Ohren wird es immer toll klingen. Da bin ich mir ganz sicher.

Gott segne Euch darin!

T. Fischer