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Juli 2016
3. Juli 2016
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„Und Elisa betete und sagte: HERR, öffne doch seine Augen, dass er sieht! …“ (2 Könige 6.17a)

Eines Morgens sieht sich der Diener des Propheten Elisa einem riesigen Heer von Streitwagen gegenüber. Die ganze Stadt ist umzingelt, es gibt kein Entkommen und keinen Ausweg. Der König von Aram führt Krieg gegen Israel und möchte den Propheten, der seine Pläne dauernd vereitelt, gefangen nehmen.

Der Diener läuft verängstigt zu seinem Herrn und fragt: „Ach mein Herr! Was sollen wir tun?“ Er ist ratlos und verzweifelt. Er ist sich bewusst, das Elisa und sein Haus, das erste Ziel sein werden für das Kriegsheer, das die Stadt umzingelt. Er hat Angst, sieht den übermächtigen Feind und weiß keinen Ausweg. Gegen diese Übermacht haben sie keine Chance.

Elisa verharmlost nicht, was seinen Diener so sehr ängstigt. Er zeigt ihm etwas, was schon immer da war, das der Diener aber nicht sehen kann. Er zeigt ihm die Macht Gottes. „Fürchte dich nicht! Denn zahlreicher sind die, die bei uns sind, als die, die bei ihnen sind.“ (V.16) Er betet: „HERR, öffne seine Augen, dass er sieht!“

Geht es uns nicht auch oft so wie dem Diener Elisas? Wir sind verzweifelt, wir haben Angst, sind ratlos und wissen nicht wie es weitergeht. Wir verlassen uns im Alltag auf unsere eigene Kraft, unsere Intelligenz und Vernunft und verlieren dabei die Allmacht Gottes aus dem Blick.

Egal wie übermächtig der Feind ist, Gott ist größer, Er ist stärker als der Feind. Alles was wir brauchen, ist ein kindliches Vertrauen zu unserem Herrn. Dieses Gebet soll auch unser Gebet sein: „Herr öffne mir die Augen, dass ich dich sehe und deine Allmacht und Hilfe erkenne!“

Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist und mit uns geht. Wir haben seine Zusage: „Ich bin bei dir, alle Tage!“ Ob als Eltern in der Erziehung, als Arbeitnehmer am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft, in der Schule an welchem Platz auch immer, dürfen wir täglich Gott vertrauen, dem nichts unmöglich ist.

„Wenn Gott für uns ist, wer könnte gegen uns sein?“ (Römer 8.32) – Eine wunderbare Zusage die uns Gott gibt. Auf sein Wort können wir uns verlassen.

Werner Kloos