Allgemein
August 2018
19. November 2018
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Freut euch aber, dass eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind!
Lk 10,20b

Liebe Schwester, lieber Bruder,
geht es Dir auch manchmal so, dass Du – zu Recht oder zu Unrecht – das dumpfe Gefühl hast, dass Du den Anforderungen, die an Dich gestellt werden, nicht genügst? Dass Du Deinen vielfältigen Aufga-ben als Ehepartner, als Elternteil, als Kind, in der Gemeinde oder im Beruf nicht gerecht wirst?
So ein Gefühl hatte ich gerade, als ich von der Arbeit nach Hause fuhr. Ich hatte eine frustrierende Woche in der Arbeit. Ich habe Kränkungen und Ablehnung erfahren müssen. Ich fühlte mich unge-recht behandelt. Und ich habe mich über mich selbst und meine Un-zulänglichkeiten geärgert.
Also saß ich etwas bedröppelt im Auto und hörte mehr schlecht als recht einer Predigt zu. In dieser Predigt wurde eher nebenbei der oben genannte Vers angesprochen, ohne dass er das eigentliche Predigtthema gewesen wäre. Aber der Vers war in dem Moment wie Balsam für meine Seele. Im Nachdenken über den Vers bin ich rich-tig froh geworden. Und dankbar, dass Gott mir dieses Wort in der richtigen Situation geschenkt hat.
Denn es ist doch so: Wenn mein Name im Himmel angeschrieben ist, wenn mein Name im Buch des Lebens steht, was kann mich dann in der Welt noch wirklich erschüttern? Wenn Gott zu mir sagt: Du bist mein geliebtes Kind, du bist bei mir voll gerechtfertigt, du bist für mich okay, was bilde ich mir dann ein, anders von mir zu den-ken! Klar, ich mache immer wieder Fehler. Es gibt noch viel Luft nach oben, wenn es darum geht, „dem Bilde seines Sohnes gleich-förmig zu sein“ (Röm. 8,29). Aber dennoch bleibt: Mein Name ist „in den Himmeln angeschrieben“. Ich habe quasi schon ein Klin-gelschild an meiner künftigen himmlischen Wohnung. „Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet.“ sagt Gott (Jes. 49,16). Wow! Das ist Grund zur Freude! Lies doch auch mal wieder Röm. 8,28-39, wenn Du eine Ermuti-gung brauchst.

Thomas Schmidt